Symbolbild eines Quartierspeichers: Gemeinschaftlich genutzte Anlagen weisen gegenüber Heimspeichern eine höhere Auslastung auf, wodurch sich Ressourcen einsparen lassen. (Bild: Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt/TH Köln)
Vorhaben der TH Köln liefert Grundlagen für gemeinschaftliche Stromversorgung
Strom dort nutzen, wo er erzeugt wird: Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersuchte ein interdisziplinäres Team unter der Leitung der TH Köln, wie Photovoltaikanlagen und ein zentraler Quartierspeicher in einem Neubaugebiet zusammenwirken können, um die Energiewende vor Ort voranzutreiben. Das Ergebnis: Der technische Betrieb des Speichers ist möglich, jedoch beeinträchtigen neue Gesetze die Wirtschaftlichkeit.
- Gemeinschaftlich genutzte Speicher nutzen Ressourcen besser als einzelne Heimspeicher.
- Durch intelligentes Energiemanagement können Ladepunkte und Wärmepumpen zeitlich verschoben werden, um Kosten zu sparen.
- Zusätzlich bieten Lastspitzen-Kappung und Primärregelleistung Potenziale zur Netzstabilisierung und Kostenreduktion.
Auf den Dächern von 36 Häusern soll Photovoltaik einen großen Teil des Strombedarfs decken. Überschüssiger Strom wird im Speicher gespeichert und später genutzt; Überschüsse gehen ins Netz.
Neue Gesetze verändern die Wirtschaftlichkeit: Ein geplanter Quartierspeicher könnte statt als Kundenanlage als reguliertes Netz eingestuft werden, wodurch Abgaben und Entgelte anfallen. Heimspeicher bleiben oft wirtschaftlicher.
- Die Grundlagen für eine lokale Energieversorgung sind gelegt.
- Die Politik muss praxisnahe rechtliche Rahmen schaffen, damit Menschen regenerativen Strom vor Ort einfach speichern und nutzen können.
- Ein Handbuch fasst Technik, Recht und Organisation möglicher Quartierspeicher zusammen.